Multiple Choice
Ein eigener Hinweis pro falsch gewählter Option. Hast du mehrere angekreuzt, bekommst du zu jeder einzelnen die Erklärung – nicht eine pauschale für die ganze Frage.
„Richtig wäre B gewesen" sagt dir, was du hättest ankreuzen sollen – aber nicht, warum du bei A gelandet bist. Genau das ist die Information, die dich beim nächsten Mal davor bewahrt.
Deshalb ist zu den typischen Fehlantworten redaktionell hinterlegt, welcher Denkfehler dahintersteckt. Du bekommst nicht die Musterlösung vorgelesen, sondern deinen eigenen Umweg erklärt.

Vier Schritte, an einem echten Beispiel aus dem Rechnungswesen durchgespielt.
Eine Frage aus der Kosten- und Leistungsrechnung. Zwei der vier Antworten klingen plausibel – die falschen Optionen sind kein Füllmaterial, sondern bilden typische Verwechslungen ab.
Ein Zusatzauftrag deckt die variablen Kosten, aber nicht die anteiligen Fixkosten. Die Maschinen sind nicht ausgelastet. Wie ist zu entscheiden?
Ablehnen, da der Auftrag nicht kostendeckend ist
deine WahlAnnehmen, da der Deckungsbeitrag positiv ist
Nur annehmen, wenn der Vollkostenpreis erreicht wird
Die Auflösung erscheint, solange deine Überlegung noch frisch ist. Das ist der eigentliche Punkt: Zwanzig Fragen später weißt du nicht mehr, was du dir bei A gedacht hast – und dann ist die Korrektur nur noch eine Information unter vielen, statt einer Korrektur.
Zu der Antwort, die du gewählt hast, steht ein eigener Hinweis. Hättest du C angekreuzt, bekämst du einen anderen – denn dahinter steckt auch ein anderer Irrtum.
Warum deine Antwort A falsch war
Du hast die Fixkosten in die Entscheidung einbezogen. Bei freien Kapazitäten fallen sie aber ohnehin an – unabhängig davon, ob du den Auftrag annimmst. Entscheidend ist deshalb allein, ob der Deckungsbeitrag positiv ist. Die Vollkostenrechnung führt hier systematisch zur falschen Ablehnung.

Aus der Erklärung springst du direkt in den Glossar-Eintrag „Deckungsbeitrag" – und der Fehler landet automatisch in dessen Fehlerhistorie. Zwei Wochen später siehst du dort nicht nur, dass es hakte, sondern woran.
Wie das Glossar mitschreibtEin Hinweis, der bei Multiple Choice funktioniert, hilft bei einer Sortieraufgabe nicht weiter. Deshalb ist die Erklärung je Fragetyp unterschiedlich aufgebaut.
Ein eigener Hinweis pro falsch gewählter Option. Hast du mehrere angekreuzt, bekommst du zu jeder einzelnen die Erklärung – nicht eine pauschale für die ganze Frage.
Die Aussage wird noch einmal gezeigt, zusammen mit der Erklärung, woran genau sie kippt – oft an einem einzigen Wort wie „stets" oder „ausschließlich".
Erklärt werden nur die Positionen, die du wirklich vertauscht hast – in der korrekten Reihenfolge. Die richtig gesetzten Schritte kommentiert niemand, sie würden den Fehler nur zudecken.
Der Rechenweg Schritt für Schritt statt nur des Endergebnisses. So findest du die Stelle, an der du abgebogen bist – und nicht nur die Zahl, die dort hätte stehen sollen.

Ein falsches Ergebnis hat selten nur eine Ursache: falsche Formel, richtige Formel mit vertauschten Werten, oder schlicht ein Rechenfehler auf halbem Weg. Das Endergebnis allein verrät nicht, welcher der drei Fälle vorlag.
Deshalb steht die Rechnung vollständig da – mit den eingesetzten Werten, den Zwischenschritten und der Einheit. Kleine Rundungsunterschiede sind übrigens einkalkuliert: Du musst nicht auf die letzte Nachkommastelle treffen, um als richtig gewertet zu werden.
Auf schmalen Bildschirmen legt sich die Erklärung als Overlay über die Frage – auf breiten steht sie daneben. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ändert aber genau hier viel: Du kannst deine Antwort und die Begründung nebeneinander lesen, statt zwischen beiden hin- und herzuschalten.
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